FDP.Die Liberalen
Bezirkspartei Uster
Ortspartei Dübendorf
03.09.2021

Nein zur 99%-Initiative

Leserbrief zur 99%-Initiative (Abstimmung vom 26. September 2021) von Nicolas Facincani

Am 26. September 2021 wird über die von den «Jungsozialist*innen lancierte sogenannte «99%-Initiative» abgestimmt. Dabei wird die höhere Besteuerung von Kapitaleinkommen wie Zinsen und Dividenden verlangt. Die Initiative soll eine Robin-Hood-artige Umverteilung durch die Besteuerung von Kapital bewirken. Um dies zu erreichen, wollen die Initianten Kapitaleinkommen ab einem gesetzlich festgelegten Mindestbetrag zu 150 Prozent der Besteuerung unterwerfen. Wird die Initiative angenommen, werden im Resultat aber diejenigen, welche Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, bestraft, indem ihnen die Kapitalbeschaffung verteuert, ja teilweise verunmöglicht wird; es müsste bei Kapitalgewinnen mehr versteuert werden, als verdient wird.

Wird die Besteuerung von Kapital erhöht, so wird aus ökonomischer Sicht der Zugang zu jeglichen finanziellen Mitteln erschwert. Mittel, welche gerade in (heute) schwierigen Zeiten dringend notwendig sind, um den Innovationsgrad unserer Unternehmen hoch zu halten. Solche innovative Unternehmen sollen auch gerade im Rahmen des Innovationsparks in Dübendorf angesiedelt werden. Die 99%-Initiative bewirkt eine finanzielle Mehrbelastung, erhöht die Kosten der Unternehmen und schlägt sich daher auch negativ auf den ganzen Innovationsstandort Schweiz, Dübendorf und alle seine Einwohner und letztlich auch auf den Innovationspark nieder.

Mit der Initiative werden auch keineswegs Löhne entlastet. Im Gegenteil: Löhne werden regelrecht ungewiss. Innovation zu hemmen kommt einem Kahlschlag der operationellen Leistungsfähigkeit der Unternehmen gleich. Diese Einschränkung der operativen Aktivität führt zu erheblichen Umsatzeinbussen, wovon wiederum der Lohn der Arbeitnehmenden bezahlt werden sollte.

Kurzum: die Initiative ist eine Gefährdung unser aller Existenz; sie hemmt Innovation und den ganzen Innovationsstandort Schweiz. Sie gefährdet Arbeitsplätze, Löhne und Existenzen.